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Namenserklärungen
der Familien
Behrens/Tomforde
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Großbaustelle!
Namenserklärungen und -verbreitungen
Ich habe in der letzten Zeit soviele neue Namen in meiner Ahnenliste dazubekommen, daß ich gar nicht mehr hinterher komme, diese Seite fertig zu stellen.
Die Namenserklärungen stammen aus dem Buch "Deutsches Namenslexikon von Hans Bahlow" im Verlag Gondrom
Um eine Unterscheidung der beiden Familien zu bewahren, habe ich die Namen der Familien farblich getrennt.
(Behrens, Tomforde)
Die Namensverbreitungen erhielt ich von der Homepage Geogen (c) Christoph Stoepel
Ahrens:
Ahrens, Arndt, Ahrendt in Hbg. ca 900 mal (ndd.=Arnold), zerdehnt. Ndrrhein. Aertz, Arntz, Arntzen, westfäl. patron Arnding. Arn=Adler
Behrens:Behrens:
Behrens, Berehnds, Behrend, Behrendsen: zerdehnt aus Bernd = Bernhard, wie Ahrens aus Arnd = Arnold.
Nordeutsch einst beliebt, neben Beneke (Behnke). Im ostfries. Jeverland noch 1860: Behrend Janssen Iben.
Die urkundliche Form für Behrens ist (Hinrik) Berndes 1387 Greifswald.
Bentzen:
Bentzen (Hbg.), Bentsen: Patronym zu Bent(e)! Vgl. in Flensburg 1593: Carsten Bentzen, Bonnick Bentzen.
Berlin:
Berlin (Hamburg oft): auch ein Dorf bei Segeberg/Holstein! Schon 1283
in
Rostock: de Berlin 1300 in Stralsund.
Bölck:
Bölck, Böl(c)ke, Bölicke bolk=plumper Kerl
Boling:
Boling, Böhlke, Bölke und Bahlke, Boleke (fries. für Boldeke) zu Boldewin (Baldwin) um 1200/1400 an der Waterkante gebräuchlich. Auch einfach Bole (Bohle), patr. Bolen, desgl. Bolemann, fries. patr. Boling, lat. Bohlius. Urkdl. Bole de Malchow 1298 Rostock, Bolo Ripperda 16 Jh. (Friese), Bolekestenwerter 1322 Stralsund
Bruhn:
Bruhn, Bruhns, Bruns (ndd.): Bruno (Brun "der Braune"), uralter germ. Name, war der Leitname des
altsächs. Herzogsgeschlechts der Brunonen um 900. Ein hel. Br. (Erzb. von Köln) war Bruder Kaiser Ottos
des Großen.
Brunckhorst:
Brunkhorst (Hbg. oft) Ortsname/Gelderland, zum Sumpfwort brunk (holld), brunkel (Elsaß, Hess.) wie Ortsname Brunkensen/Leine, Brunkel/Waldeck. W. Brunkel 1261 Elsaß. Aber slaw. sind Ortsnamen wie Brunkow, Brunkau
Dede:
Dede, Dedeke (:Deecke!), ndd.: Kurzform zu Dederich, Dedelef, Dedeward u. ä. (ded=did=diot"Volk").
Dedeke=Dethard Osterwold 1431/42 Hann., Gerh.Dhedeke 1298 Lüb. Thede (Thedeke) Stoler 1292 Hbg. Patronym
(westfäl. ist Dedekind (F. Dedecindus 1543) für Dedeking (vgl. Sieveking, Gödeking), mit Anlehnung
an Wedekind, -king.
Dibbern:
Dibbern (Dübbern, Düttbernd):altfriesisch - norddeutsch beliebter Pers. N. (=Dietbern:
bern(n) = "Bär"), zahlreich in Hamburg, vgl. Sibbern für Sigbern, Dazu auch Dibbert (Hbg.),
vgl. ON. Dibbersen (Brem., Harbg.). Auch friesisch Ditbrand ist zum Teil zu
Dibbern geworden, wie Sibrand zu Sibbern. Gerh. Detberni 1325 Barth.
Eggers:
Eggers (Hbg. zahlr.):meint "Sohn des Eggert" (= obd. Eckehard, Eckert) Vgl. Eggerding! Eggersmann (westf.)
Ehlers:
Ehlers (zahlr. im Raum Hbg.-Bremen-Lübeck-Rostock), Patronym oder Vatersnamen zu Ehlert, wie Eilers zu
Eilert=Eilhart; s. auch Ehler! Noch 1592 Elert Petersen in Flsbg. Ostfries. ist Eilderts (mit Dental-Einschub,
wie Aaldert für Alert), gekürzt Eilts. Berühmt ist Eilhart von Oberge, Dienstmann Heinrichs des Löwen, durch
sein Epos "Tristan" um 1200. Im ndd.-fries. Raum noch heute als Vornamen: Eilhard Mitscherlich (Chemiker)
Elard Hugo Meyer (Volkskundler). Vgl. Eylardus filius Eylardi 1325 Lüb., Tyleke Eylerdes 1379 Hann., Eilard
v.d. Hude (Historiker) 1590 Verden. Mitunter spielt Eilward (Agil-, Egil-ward) hinein: Eylardus=Eylwardus=
Elewardus Kopman um 1350 Hbg. Zum westf. Patr. Eilerding, Ehlerding.
Frels:
Frels, Freels - Fremder, Frömter (obd.): nicht heimisch.
Fischer:
Fischer (rhein. Fischers):Die Häufigkeit des Namens (Berlin hat über 3000 "Fischer") zeugt von der
einstigen Bedeutung dieses Urgewerbes, bes. an der Küste, in Fluß- u. Seengebieten, vor allem des
Ostens, wo Fischerei u. Imkerei Hauptberufe der Slawen waren. Auch Komposita wie Teichfischer, Fronfischer,
Hechtfischer. Ndd.-fries. sind Fisser, Visser, Wiesser
Friese:
Fries(e): Hbg., Bremen oft, ndd. Freese, Frehse, patr. Friesen, Fresen (Fresenius), mit k-Suffix Frieseke
(Friseke, Freseke, 13.Jh. Rostock). Vgl. auch Flemming. Aber obd. Fries meint den "Damm- u.Schlammarbeiter",
der Entwässerungsgräber auswirft (mhd. vriese), schwäb.-schweiz., fries "Graben", friesen "Gräbern machen",
dazu auch obd. Frieser.
Graw:
Graw(e): ndd.= "grauhaarig", s. auch Grage! Vgl. Grawetop "Grauzopf"; Grawerock 1336 Lüb.; Herm. Grawe
1320 Lüb. Aber Henr. Grawerch 1270 Strals. meint den Kürschner ("feines, graues Pelzwerk").
Hauschild:
Hau(en)schild: allg. verbreiteter Name für Haudegen, Landsknechte, berufl. Zweikämpfer. Näheres b.
Brech., "Raufbold u. Eisenfresser"(1937). Vgl. b. Hans Sachs "Ei schweig, du wüster Hauenschild, sonst
schlag ich dich noch kurz und klein!" Ähnlich Hauenhut (mhd. hut=Helm, vgl. Eisenhut). Haurand
(rand=Schildrand, Schild). Hauenkerl (1401 Kassel). Haudruff. Haudrein. Hauto, -tau (ndd.="hau zu!").
Haunit. Hauentzwei (Joh. Hawnzwey 1420 Znaim). Hawenschilt 1348 Brsl., 1402 Lg. Ein Ritter Borgeschilt 1265 Wetzlar.
Hinck:
Hinke, Hin(c)k: Kurzform zu Heinrich, s. Hencke! Im böhm.-sächs.-schles. Raum beruht Hinke auf slaw.
Hinek=Hinrich, wie Hanke auf Hanek! Hinco Hut 1387 Brsl. Hinke Hlawaczb1401 Leipa. Hynko Bret 1414 Prag.
Hinkel s. Heinkel! Wenczel Hynkelmann 1417 Leitomischl, Konr. Hinkelman 1289 b. Rothenburg.
Hinrichs:
Hinrichs, Hinrichsen (Hbg. zahlr.):ndd. für Heinrichs (Sohn). Vgl. Kurzform Hinke, Hintze, Hinsch!
Jantzen:
Jan(t)zen (Hbg. oft) nebst Jan(t)z = Janssen!
Klemme:
Klemm, Klemme (obd.): mittelhochdeutsch. klem "eng, knapp" (vgl. FN. Klemmschuh). Sighard Clem 1160 Regensburg,
Sibot Clemme 1197 Seefeld/Bayern Mittehochdeutsch klemelich "beklommen". - Klemmer (obd.) s. Klemm!
Peter Klemer 1388 Budweis, Ditl Clem 1348 Brünn, der Chlemme 1359 Eger. Sigfrid der Klemmer
1350 Württ. (nebst H. Klemmerlin).
Klinge:
Klinge: obd. häiger ÖN. ("Gebirgsschlucht mit Bach"). Heincz in der Clingen 1409 Würzbg.;
dazu auch obd. Klinger: Hugo der Clingere 1200 Breisgau. Vgl. Friedrich Klinger (Dichter) und Max Klinger
(Künstler). Klinge, Klingen ist auch ON.(zum ON. Klinge/Holstein): Klingemann (Hbg.). S. auch Klinger!
Heydeke bi dem Clinghe 1300 Quedlenburg.
Kühlke:
Kühlke, Kühlich, Kuhligk, Kulicke (ostd.- slaw.): kula, kulika "Kugel, Kügelchen" bzw. Kurzform zu
Nikolaus.
Meinecke:
Mein(e)cke, Meineken, patr. Meineking nebst Mein(e), Meinen, Meins, Meinssen: ndd. Sproßform zu
Meinhardt, Meiner(t), Meiners, wie obd. Meinel (vgl. auch Meinhold!). Fries. ist Menke, Mehnert usw.
nebst Mens, Menssen, Mensing. Meyneke (Meynart) Schulow 1300 Strals., Meineke (Meynardus) 1311 Stettin,
Meyneke (Meynold) Gosoghe 1285 Hbg. Meyneke (Sohn der Meynburg) 1332 Lüb., Meyne Meynen 1415 Barth.;
Henr. Meyneking 1311 Hann.
Pfau:
Pfau, Pfaue s. Pfab!- Pfaude (schwäb.)= Sumpfgras, sumpf. Grasfläche; auch Pfude, Pfudel, vgl. Haintz
Pfudler 1396 Allgäu, Utz Pfaudler 1506 vom Allgäu: heute Pfaud(l)er.
Pletz:
Pletz, Pletzer (obd.)= Bletz, Bletzer! "Flicken, Fleck" meint den Bletzer, den Flickenschneider;
vgl. Bletzarsch 1567 Reutl., Ulr. Bletz 1222 Rottweil, B. Blezzer 1271.
Quentin:
Quentin: ein "Quentchen" (mhd. quintin: 1/5 Lot). Paul Quentin 1390 Lg., Frenczel Quentein 1366 Prag.
Scheuermann:
obd., in der Scheuer (Scheune) beschäftigt oder bei ihr wohnend (Sigebot
zer Schüren 1297 Stra&szl;igburg), norddeutsch Scheunemann (ndd. Schünemann);
auch Scheuerle (Merk Scheuerlin, Bauer, 1319 b. Überl.). Cunr. Schürman 1272 bei Lörrach. Scheuermeier
und Scheurer (alem. Schürer, frf. Schairer) meint den Verwalter der
Scheuer (mit den bäuerlichen Abgaben).Vergleich bair. Stadler.
Tomforde:
Tomforde, Tomfort, Tohmfor (ndd.-westf) wie Beimfohr: Beimfohr; nach d. Wohnstätte, an der Furt. Vgl. Tombrink, Tombrock, Tombreul (=bröl Sumpf), Tomhave (=zum Hofe) usw. In Lippe 1783 P. im Fohre
Ziemann:
Ziem, Ziems (Ziehm, Ziehms), Ziemssen; alle mit ndd.- fries. Z- für S-, s. Siem(s),
Siemssen! Desgl. Ziemer (Hbg. oft) = Siemer (Sigmar): Simarus 1297 Bremen,
Symer Wernemann 1392 Bremen, Ernest Symers 1262 Ro. Ebenso Ziemann (Hbg. oft) = Siemann (Sigmann), wobei zuweilen
auch Simon mitspielt: Czymen Ryke = Simon Ryke 1458 Haldensleben, was auch für Ziemens neben Siemens gilt
(Peter Simensen 1598 Flensburg). Zu Ziemke, Hbg. (Ziemkendorf) vgl. Siemke: Symke 1289 Ro.