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Genealogische Computerprogramme

oder

Computer

Wie peppe ich meinen Stammbaum grafisch auf?

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Genealogische Computerprogramme können das Leben eines Ahnenforschers ziemlich erleichtern, bewirken aber auch leider manchmal das Gegenteil. Ich habe bei meinen langjährigen Forschungen so manches Programm verschlissen, und manche Programme haben mich geschafft.

Auf den ersten Blick denkt man sich, warum hat Corinna denn so viele Computerprogramme gekauft? Aber bei genauerem Hinsehen muß man doch feststellen, daß manche Programme bei größerer Datenmenge schlapp machen, die Software sich weiterentwickelt hat oder einfach durch die Einführung des GedCom Formates sich manchmal ein Neukauf lohnt. Auch sind meine Ansprüche und meine Datenmengen in den Jahren extrem gestiegen, sodaß eben die kleinen feinen Programme da nicht mehr mithalten können. Manche Leute sammeln Modeleisenbahnen, andere eben Genealogieprogramme ;-) Hobby ist halt Hobby.

Meine ersten "Gehversuche" unternahm ich mit dem Programm Familienstammbuch von SoftWINner. Damals in der 4. Auflage von 1994. Der Computer war neu, die Motivation war da, der Stammbaum noch ziemlich klein. Also los! Mir ging es hauptsächlich um die grafische Darstellung eines Stammbaumes und eine ganz normale Liste aller Ahnen mit Geburtsdatum/Sterbedatum usw.. Der Anfang war sehr vielversprechend, ich hatte ja auch keinerlei Erfahrung mit solch einer Art von Programmen. Da unterlief mir doch tatsächlich der Fehler, daß ich eine Zuordnung zwischen Eltern und Kind falsch zusammensetzte und aus war es! Keine Chance, diese Zuordung zu löschen. Und das kurz vorm Ende aller Eingaben. Na ja, ich habe ja erst angefangen, also alles löschen, Neuinstallation und los geht es wieder. Ich war noch richtig motiviert. Die Eingabe ging leicht, also kein Problem, und diesmal hatte ich mich auch nur auf einen Teil des Stammbaumes festgelegt und näherte mich mit großen Schritten dem ersten Stammbaumausdruck! Doch bei der Auswahl des Druckbereiches, hier Kurzbericht genannt: Ende! Aus! Vorbei! Kein Druck ... Naja, erst einmal Druck aufgeben und weiter eingeben. Aber was macht das Programm? Diesmal bringt es von sich aus die Zuordnung der Personen durcheinander ...

Ok, dann mal das nächste Programm versucht: Ahnenforschung von Systhema oder auch Win-Ahnen Version von 1997 --- Bewertung folgt noch, kann mich zur Zeit nicht mehr daran erinnern, kann also auch nicht so toll gewesen sein.

Es folgte Familienchronik von Data Becker Auflage von 1997. Ich kann mich nur noch daran erinnern, das ich immer wieder das gleiche Problem mit der Zuordung hatte, sobald mein Stammbaum eine gewisse Größe erreichte. Die Familienchronik war mir eindeutig zu bunt, aber die Liste der Daten konnte man gut ausdrucken. Na, immerhin etwas. Mittlerweile kann ich die Daten meines Stammbaumes fast auswendig ...

Nun kam für damalige Verhältnisse ein neues Programme: Familienstammbuch von Broderbund. Gar nicht verkehrt! Das Programm ist zwar ziemlich "amerikanisch" gestrickt, ist aber durch den möglichen Abgleich im Internet echt spannend und es bringt Spaß. (Siehe unten: Nachfolger Family Tree Maker 2006)

Nun begab es sich, daß ich im Winterschlußverkauf zufällig an einem Stand mit Computerprogrammen vorbei schlenderte und dort ein heruntergesetztes Exemplar Dynasty von Data Becker Version von 2001 erstand. Ich habe mich noch nicht ganz richtig damit beschäftigt, aber eine Funktion ließ mir keine Ruhe: "Erstellen einer Homepageseite"! Das wollte ich mir ansehen. Also kurz die GedCom Datei in Dynasty importiert und dann auf "Internetseite erstellen" geklickt, und das Ergebnis war ganz OK. Ja, ist denn das zu fassen! Und ich tippe mir hier bei meiner Homepage die Finger wund!   ;-)

Vielleicht sollte ich bei Gelegenheit mal wieder auf Schnäppchentour gehen und vor allen Dingen aufmerksam alle Testberichte meiner Ahnenforscherkollegen über genealogische Programme lesen ...

Die Testberichte sind geschafft und ich habe mich mal durchgerungen das Programm der Mormonen PAF aus dem Internet herunterzuladen. Dieses Programm wird ja hoch gelobt, ich selber bin (noch) nicht so überzeugt. Eines kann ich allerdings sagen, die Darstellung der GedCom Datei als HTML Seite ist schon gut gelungen. Habe mich aber aus persönlichen Gründen, die hier nicht näher genannt werden sollen, ganz schnell wieder von dem Programm getrennt.

Hier aber ein Programm, welches ich für große Stammbäume empfehle Ages!, Version 2003. Klasse! Habe das erste mal alle Daten meines Stammbaumes incl. Kinder und Kindeskinder aller Personen ohne einen Datenkuddelmuddel einspeichern können. Das ich das noch erleben durfte! Endlich habe ich eine aussagefähige GedCom Datei, mit der man richtig was anfangen kann. Das neueste Update ist gerade erschienen und dieses Programm entwickelt sich zu meinem Liebling. Die erweiterten Darstellungsmöglichkeiten sind super gelungen.
... 2006, ich arbeite immer noch mit dem Programm, doch leider habe ich nun hier auch Probleme. Beim Ged-Import zu einer bestehenden Datei bekomme ich dauernd Fehlermeldungen und das System stürzt ab. Die Datei ist defekt und läßt sich leider nicht mehr herstellen, auch der Support von Ages!, der zu Anfang sehr hilfreich war, meldet sich nicht mehr. Problem nicht zu beheben, ich muß ein altes Backup benutzen, Nacharbeit von ca. 250 neu eingegebenen Personen. Großer Frust!
... Oktober 2007, es steht ein großes Familientreffen an. Kurz vor diesem Treffen bekomme ich meine Ahnenlisten nicht ausgedruckt, es ist Sonnabend Nachmittag und ich bin völlig fertig. Wer hilft mir jetzt, meine letzte Hoffnung ist Herr Daub. Ein Anruf bei ihm und alles klapp wieder. Vielen, vielen Dank!
... bis heute ist Ages! mein Standardprogramm. Es läuft stabil, die Eingabe klappt, Fehler treten nicht mehr auf. Sollte ich nun mein ultimatives Genealogieprogramm gefunden haben?

Aber ich hätte da noch ein paar kleine Anforderungen die ich von einen Progamm noch erwarte, also leiste ich mir Family Tree Maker 2006 für teures Geld. Auch dieses Programm wird ja so hoch gelobt. Es haut mich nun auch nicht so vom Hocker. Was mich aber besonders interessiert ist die automatische Suche der Ahnen im Internet. Der Nachteil, die Suche ist zeitlich begrenzt und man braucht eine Kreditkarte für die Anmeldung. (Es gab das mal bei einer früheren Version kostenlos , s.o.). Und was soll ich sagen, bei der Anmeldung war natürlich die Kreditkarte abgelaufen...

Wenn man nun so wie ich, immer mal ein anderes Programm ausprobiert, dann sollte man sich auch bei den kostenlosen Genealogieprogrammen im Internet umschauen. Ich habe mir gerade ein sehr einfaches, aber gutes Programm heruntergeladen. Bei Ahnenblatt benutze ich sehr gerne die Darstellung der Ahnen in der Listenform und die Möglichkeit diese im HTML-Format zu speichern.

Nun hatte ich mir ja schon vor einiger Zeit vorgenommen, daß Projekt Schlotfeldt anzugehen. Die Familie ist auf der ganzen Welt verstreut und deshalb kommt eine Flut von neuen Familienzweigen, die irgendwann mit einander verknüpft werden sollen auf mich zu. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, daß die Vornamenswahl der Ahnen nicht sehr einfallsreich war. Sie wählten mit Begeisterung Jochim oder Jochim Hinrich oder Johann Hinrich. Wie sollte man da einen Überblick behalten. Es muß doch ein Programm geben, welches diesen Anforderungen erfüllt. So versuchte ich es mit GENPROFI4. Dieses Programm wird ja schließlich auch für die Erfassung von Daten für Ortsfamilienbücher etc. benutzt. Der kostenlose Download war schnell erledigt, dann folgte aber die Installation auf meinem Notebook bzw. zusätzlich auf dem PC (man fährt ja Zweigleisig). Da das Programm noch unter DOS läuft war eine Installation nur möglich unter Zuhilfenahme von Änderungen in der config.sys. Nicht immer so gern genommen, aber wenn man das Programm zum Laufen bringen will, ist dies unbedingt nötig. Zusätzlich notwenige Einstellung brachten mir nun ein anderes Schriftbild auf dem gesamten PC/Notebook, aber daran kann ich mich gewöhnen. Nun läuft das Programm, aber wer so eine leichte Bedienung wie bei allen oben erwähnten Programme erwartet, der wird schwer enttäuscht. Dieses Programm ist extrem anspruchsvoll und man muß sich erst mit den Eingabemöglichkeiten vertraut machen. Da ich gerade erste begonnen habe es zu lernen, möchte ich bis aufs weitere noch keine Kommentare zum Handling geben.....

Ich habe mich mittlerweile von dem eben genannten Programm getrennt und besitze jetzt Gen Plus von Gisbert Berwe. Dieses Programm wird ständig überarbeitet und auf die Anfordernisse der Computerentwicklung (Vista usw) angepaßt. Bei Problemen hat man immer einen kurzen Draht zum Entwickler des Programms und mir wurde immer schnell bei Problemen geholfen. Anwender haben die Möglichkeit über eine interne Mailingliste Kontakt aufzunehmen. Gen Plus beinhaltet auch ein Tool für die Erstellung eines Ortsfamilienbuches, also entspricht genau meinen Vorstellungen. Ich muß aber auch ehrlich gestehen, daß ich dieses Programm nicht voll nutze. Die Dateneingabe erfolgt nicht direkt in diesem Programm, sondern ich importiere meine Grunddatei, erstellt mit Ages!, und nutze hier nur die guten Listendarstellungen.

Na, langweile ich Sie schon? Aber ein Programm habe ich noch... Seit 2009 besitze ich nun das Genealogieprogramm Der Stammbaum 5.0 . Ich hatte mich schon lange für das Programm interessiert. Hier habe ich es auf eine bestimmte Funktion abgesehen und zwar die schnelle Darstellungsform als Internetseite. Auf meiner Homepage corinna-behrens.de, auf der Sie sich gerade befinden, habe ich alle Daten manuell eingegeben. Da mein Ahnenbestand stetig steigt, wird eine Aktualisierung dieser Seiten immer anstrengender und zeitintensiver. Ein Update dieser Seite kostet mich schon mal ein halbes Jahr. Mein Traum wäre, ein Klick und alles ist netzfähig. Ich habe auf meiner neuerstellten Internetseite Schlotfeldt Genealogie die Software von diesem Programm genutzt. Urteilen Sie selbst.

Fazit: Jeder Anwender hat unterschiedliche Anforderungen an ein Programm, so daß es das perfekt Programm nicht geben wird. Ich fahre nun mehrgleisig, habe aber immer ein Hauptprogramm (Ages!), in das ich zuerst alle neuen Daten einpflege. Ich lasse jetzt bewußt die Daten, dank des GedCom Formates, durch mehrere Programme laufen, den dadurch habe ich schon einige Fehler (falsche Zuordnungen der Ehepartner, falsche Geschlechterangabe, falsche Altersangabe) gefunden, die mir sonst nicht aufgefallen wären. Und solange ich das für mich ultimative Programm nicht gefunden habe, stelle ich meine Forschungsergebnisse auf meiner Homepage so dar, wie ich es gerne hätte. Dabei benutze ich keinerlei Genealogieprogramme sondern tippe und verlinke alles selber. Es ist zwar eine tierische Arbeit, aber wenn es dann mal geschafft ist, bin ich mit meiner eigenen Darstellung 100% zufrieden.



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